Vorwort


Vorwort des Kirchenvorstandes

Liebe Eltern, liebe LeserInnen,

„Kinder sind ein Geschenk des HERRN, mit ihnen belohnt er die Seinen,“ heißt es in einem Psalm (Psalm 127,3).

Ich denke, dass ist ein gutes Leitwort für einen kirchlichen Kindergarten. Es macht uns zu allererst bewusst, dass unsere Kinder uns nicht gehören. Sie sind kein Besitz. Sie sind ein Geschenk, das uns anvertraut ist. Wir sollen behutsam und sorgsam damit umgehen.

Wenn Sie Ihr Kind den MitarbeiterInnen des St. Michaeliskindergartens anvertrauen, dann sollen Sie sicher sein, dass genau so mit Ihnen umgegangen wird: wie mit einem wertvollen Geschenk. Wie das Gestalt gewinnen soll, davon zeugt das vorliegende pädagogische Konzept, welches die MitarbeiterInnen des Kindergartens in den vergangenen Monaten erarbeitet haben. Vieles fußt dabei auf bewährten Strukturen. Somit stellt es auch ein Stück Bestandsaufnahmen und Vergewisserung auf dem Weg in die Zukunft dar. Dennoch wurde nicht alles beim Alten belassen.Durch die Eröffnung einer Krippengruppe hat sich das Leben und die Arbeit im Kindergarten nicht unerheblich verändert. Dies fördert einen neuen Blick auf die Frage: was brauchen unsere Kinder, damit es Ihnen gut geht, damit sie sich gut entwickeln und körperlich und geistig wachsen können?

Als evangelischer Kindergarten legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf die Vermittlung und Weitergabe des christlichen Glaubens. Wenn ich noch einmal das Psalmwort vom Geschenk nehmen: im Geschenk zeigt sich auch immer etwas vom Geber. In jedem Kind (und überhaupt in jedem Menschen) dürfen wir darum aus christlicher Sicht davon ausgehen: Hier kann mir Gott begegnen. So soll auch der religionspädagogische Ansatz verstanden sein: als Einladung zur Begegnung mit Gott, mit mir selbst und mit meinen Mitmenschen. Wir möchten den Kindern ermöglichen, in den Glauben hineinzuwachsen. Sie sollen vertraut werden mit Geschichten, Symbolen, Riten und Bräuchen des christlichen Glaubens und ihren eigenen Weg darin finden können.

Solch ein Konzept ist nie der Weisheit letzter Schluss, sondern immer eine Momentaufnahme. Es muss weiter entwickelt werden und wird sich verändern, damit es zum Leben und vor allem zu den Kindern passt. Dafür sind wir als Kirchengemeinde und als Kindergartenteam auch auf die Mitarbeit der Eltern angewiesen, um die wir sie herzlich bitten. Das Kindergartenteam und die Kirchengemeinde sind bemüht um einen guten Kontakt und Austausch, um eine gute Wahrnehmung zu behalten für die Bedürfnisse seiner Schützlinge und ihrer Familien.

An dieser Stelle ein letzter Hinweis auf das eingangs zitierte Psalmwort: Mit den Kindern belohnt der Herr die Seinen. Kinder machen Arbeit und Mühe. Sie ordern unsere Aufmerksamkeit und unserer Kompetenz. Kindererziehung ist ein anspruchsvolle Aufgabe, der wir uns gemeinsam mit Ihnen stellen wollen. Aber Kinder machen auch unendlich viel Freude. Einfach weil sie da sind und unser Leben reich machen. Das ist großer Lohn und dafür lohnt sich aller Einsatz.

Bernd Ulrich Rüter, Pastor Burgstemmen im Januar 2008